Durch das Leid zum Glück

Einleitung: Die nächsten 3 Artikel will ich dem Thema „Leid und Glück“ widmen. Unsere Gesellschaft leidet sehr. Ein jeder einzelner leidet still und heimlich. Ein Lächeln auf der Straße eines unbekannten Menschen ist schwer zu erhaschen. Man sieht es den meisten Menschen im Gesicht an, dass ihnen eine Prise mehr Glück im Leben, alles verschönern würde. Leid lässt sich transformieren in Glück. Das ist für jeden Menschen möglich. In dem ersten Artikel wird es nur um die Theorie gehen und in den darauffolgenden um praktische Anleitungen, wie aus Leid Glück wird.

Eine Definition für das Wort Glück zu finden, ist eine Mammutaufgabe. Ein Mystiker interpretiert Glück ganz anders, als ein Staatsmann, oder als der Otto-Normal-Verbraucher. Sowohl im Alltag, als auch in der Philosophie begegnen uns verschiedene Auffassungen vom Glück. Eine Sache steht dem Glück jedoch im Weg – Das Leid. Leid ist je nach Definition entweder ein durch Traumata ausgelöstes „Problem“, kann aber auch in spiritueller Deutung eine Sache des Karmas sein, und oft ist das Leid was uns vom Glück trennt eine Kopfsache, ein Ego-basiertes Hindernis. Im Laufe der Artikelreihe wirst du, geliebter Leser eine sehr genaue Vorstellung für deinen Verstand haben, was Leid und Glück bedeuten. Das Erleben des Glücks, liegt jedoch nur in deinen Händen.

Leid und Glück sind untrennbar miteinander verbunden. Eine schwer annehmbare Tatsache für die diejenigen, die im Glück schwelgen und eine tröstende Aussage für denjenigen, der im Leid des Seins fast erstickt. Der Mensch ist sehr leidensfähig und so unbeschreiblich bezaubernd in seinem Glück. Es gibt für mich nicht viel schöneres, als ein ehrliches, reines Lächeln zu sehen, das aus dem Umstand des puren Glückes entstanden ist. Für mich fast schon meditativ. Glück ist pur, Glück ist einfach, Glück ist klar, Glück ist unschuldig, Glück ist pure Göttlichkeit. Doch wir Menschen sind durch unsere Prägungen und Anhaftungen der äußeren Welt kaum noch pur, einfach oder unschuldig. Bei Kindern und Babys ist das jedoch noch was anderes, sie kennen pures Glück. Kinder sind die größten Lehrmeister in Fachgebiet „Glück“.

Bist du bereit dein Leid zu beenden?

Wenn die äußeren Ablenkungen einmal zusammenbrechen oder nicht mehr kontaktierbar sind, berührt man erst einmal eine existenzielle Leere. Die meisten Menschen wollen da einfach wieder umkehren, in die Welt der kleinen Freuden. Aber genau da bleibt man und geht durch diesen Zustand der Leere hindurch…. man weiß, es gibt kein zurück mehr.

Da ist ein Grundvertrauen in der Seele, auch wenn man gerade gar nichts mehr spürt. Die Orientierung am Fühlbaren ist gänzlich entschwunden.

Das ist eigentlich nicht ein Punkt von Schalheit, sondern der Beginn von Zufluchtnahme. Das eigene System der Kontrollausübung ist in einem Zustand der Ohnmacht.

Darin beginnt die heilige Energie zu wirken.

Gedanke zu den Lehren der Veden

Ohne die Ohnmacht und das Leid, kann ein Mensch niemals Raum für wahres Glück erschaffen. In den Phasen des Leids, ist es für viele Menschen kaum Möglich den Schmerz und das Leid loszulassen, denn dies ist das Einzige, was sie noch fühlen können, das einzig Reale in ihrem Leben. Natürlich gibt es einige Menschen, die ihr gesamtes Leben ohne Leid auskommen. Doch aus meiner Sicht hat ein Mensch nicht nur ein Leben, sondern unzählbar viele. Menschen die im jetzigen Leben dauerhaft glücklich sind, haben vielleicht im vorigen Leben viel Leid erlebt. Jedes Leben ist einzigartig und in seiner Einzigartigkeit kaum zu ergründen. Meine Worte dienen nur der Beschreibung der breiten Masse. Es gibt für viele daher gar keinen ersichtlichen Grund Leid zu erleben.

Wahres Glück kommt zu jedem Menschen, der es zulässt.

Oft wird Lust mit Glück verwechselt, doch die Lust ist nur ein Trugschluss der Emotionen. Glück ist eine gesamte Situation eines Menschen, in der nicht alle Bereiche perfekt sein müssen. Doch es müssen verschiedene Dimensionen und Seinszustände miteinander verbunden werden. Glück ist eine Mischung aus einer spirituellen Dimension und der Ausschüttung von bestimmten Neurotransmittern. Der Schwellenhüter vom Glück ist das Leid.

Ein Mensch leidet aus ganz verschiedenen Gründen. Vielleicht ist es der aktuelle Job, der das Leid verursacht. Ein gebrochenes Herz aus einer Partnerschaft. Ein schmerzhafter Verlust durch Tod. Liebeskummer. Hass. Krieg. Missbrauch. Armut. Obdachlosigkeit. Gewalt. …. Die Welt hat sehr viel zu bieten, um einen Menschen in der Spirale des Leidens gefangen zu halten. Hilfe von außerhalb durch Freunde, Drogen, Partys, Sex oder sonstige Ablenkungen helfen nie dauerhaft. Sie verschaffen zwar eine gewisse Zeit lang einen Raum des Vergessens, aber der Schmerz im Inneren bleibt. Leid kann nur tief aus dem eigenen Selbst heraus gelindert werden.

Möge das Leid mein Lehrmeister sein. Lehre mich mein Ego zu transzendieren. Möge die Weisheit der Schöpfung durch mich fließen. Jedes Leid soll mich daran erinnern ein ewiger Diener der Liebe zu sein. Möge mich das Leid von meinem Hochmut befreien. Soll das Glück mein Ausgleich sein, jedem Menschen zu dienen, ohne zu Erwarten. Jedes Wesen das leidet, wird meine Liebe erhalten. Möge die wahre Schönheit durch mich fließen. – Ein Gedanke von mir.

Die Dinge sind wie sie sind. Eine Vergewaltigung bleibt eine Vergewaltigung. Ein Tod ein Tod. Und so weiter. Die Erlebnisse zu akzeptieren ist nicht einfach. Das Leid in universeller Weisheit zu lieben, scheint fast unmöglich. Wer sich die Mühe macht und bewusst entscheidet das Leid im Leben zu transzendieren, wird in diesem Universum auf große Hilfe stoßen. Wer sich für bedingungslose Liebe entscheidet, wird bedingungslos glücklich sein.

Der erste Schritt sich in Richtung Glück zu bewegen, ist die bewusste Entscheidung dazu das Leid zu beenden. Nur durch eine Entscheidung ist das Leid nicht sofort weg, doch der Samen zur puren Glückseligkeit wurde gelegt. Manchmal muss man sich dutzende Male dazu entscheiden das Leid zu beenden, bevor man den Weg zum Glück gehen kann. Doch so lange man jeden morgen neu erwacht, hat man die Möglichkeit sich neu zu entscheiden und sein Leben positiv zu verändern. Nichts ist in Wirklichkeit so verloren wie man oft denkt.

Glück braucht Zeit, Geduld und Liebe

Ich will hier keine falschen Hoffnungen schüren. Der Weg zur kompletten Heilung des Leidens kann oft Jahre dauern. Auch wenn auf dieser Reise immer wieder Glücksmomente zu erhaschen sind, darf man sich auf diesen nicht ausruhen. Alles ist ein Prozess. Ein Studium, oder eine Lehre dauert bekanntlich auch mehrere Jahre. Eine bestandene Zwischenprüfung ist noch nicht das Ziel. Der Gesellenbrief der Ausbildung aber bleibt dann ein Leben lang bei einem, so verhält es sich auch mit dem Glück, wenn das Leid transzendiert wurde. Ein Mensch der einmal wahres Glück ohne Leid empfunden hat, wird sein Leben lang im Glück schwelgen, auch wenn das Leben Prüfungen bereit hält.

Die Mehrheit der Menschen vergraben ihr Leid. Zigaretten sind ein Paradebeispiel für erlebtes Leid, das zugeteert werden soll. Alkohol der das Leid mindern und weg spülen soll. Die Überstunden die einen daran hindern sollen, sich mit der Leere in einem Selbst auseinander zu setzen. Für jedes Leid gibt es heutzutage ein passendes Produkt, um es zu übertünchen. Instagram oder Facebook sind ein beliebtes Produkt, um sich vor seinem Leid zu verstecken, Zeit totzuschlagen. Hasskommentare verschicken, um anderen Menschen Leid zuzufügen, in der Hoffnung sein eigenes Leid dadurch zu vergessen, oder dann wenigstens nicht mehr alleine im Leid zu sein.

Wir Menschen wollen uns nicht mit unseren verletzten Herzen beschäftigen, da es weh tut dies zu tun. Es schmerzt unendlich ein gebrochenes Herz zu heilen. Doch es ist notwendig, um ein erfülltes Leben ohne Leid zu erfahren. Man sagt Zeit heilt alle Wunden, doch das stimmt nicht. Zeit hüllt den Schmerz in den Mantel des Vergessens. Nur die bewusste Aktion des Erfahrens, das durchschreiten des Schmerzes und dem Willen das Leiden zu beenden, heilt jede Wunde.

Akzeptiere und lebe das Jetzt

Werde zum Beobachter deines Leidens. Was wirklich schön am Mensch sein ist, dass man seine Gefühle und Emotionen einfach nur beobachten kann, ohne selbst Teil davon zu sein. Was oft vergessen wird, ist der Punkt das es okay ist sein Leid zu fühlen. Emotionen und Gefühle wollen erlebt werden. Ja, man kann Beobachter seiner Gefühle werden, doch im allerersten Schritt akzeptiert man sein Leid und erlebt es mit jeder Träne und jeder Schwere. Man kann davor nicht weglaufen. Das Leben ist für den Großteil der Menschen ein auf und ab und das ist vollkommen legitim. Die Welt braucht nicht noch mehr Gurus, sondern mehr Menschen, die zu dem stehen was sie fühlen und es erleben, ohne diese Gefühle durch Drogen, Sex, Arbeit und Co. zu betäuben.

Und genau an diesem Punkt soll dieser Artikel sein Ende finden. Im nächsten Artikel wird es die erste praxisorientierte Anleitung geben. Ich kann jetzt schon versprechen, dass es sehr viel einfacher ist, als man sich es vorstellt. Das Einzige was man mitbringen muss, sind Geduld und die bewusste Entscheidung das Leid aufzugeben.

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